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Projektüberblick:

Die GOS mbH begleitet seit 1991 die Stadt bei der Erreichung der städtischen Sanierungsziele.
1992 wurde das Sanierungsgebiet „Ortskern“ per Satzungsbeschluss festgelegt. Dömitz ist eine Festungsstadt, die durch die Festungsgeschichte geprägt wurde. Das Sanierungsgebiet „Ortskern“ ist eine geplante städtebauliche Anlage, die den gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und militärischen Vorstellungen der frühen Neuzeit entsprach. Die Gesamtfestung Dömitz gliedert sich seit ihrer Fertigstellung 1565 in Festungsbau und dem Ortskern als eine Art befestigtes Hornwerk.
Zu Beginn der städtebaulichen Sanierung wurden erhebliche Defizite in den Bauzuständen der Gebäude, im Wohnumfeld, beim Parkraum, in der Funktion und Gestaltung öffentlicher Räume, für Fahrradfahrer und in den Gestaltungsmöglichkeiten für Jugendliche festgestellt.
Die Qualität des Wohnungsbestandes hat sich gegenüber 1992 erheblich verbessert. Bis auf die Wasserstraße sind alle Platzentwicklungen und Erschließungsmaßnahmen abgeschlossen. Der Erhalt und die Wiederbelebung der historischen Altstadt ist fortschreitend umgesetzt worden. Teilweise konnte die Festung mit seinen Bastionen und historischen Gebäuden wieder instandgesetzt und in neue für Stadt und Region bedeutsame nachhaltige Nutzungen überführt werden. Dies war teilweise mittels Städtebauförderung und städtischer Ausgaben aber auch weiterer Finanzgeber und Fördertöpfe möglich.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass die Durchführung der Sanierungsmaßnahme aus Sicht der Stadt und der GOS mbH noch mindestens einen Zeitraum bis 2020 in Anspruch nehmen wird. Das Hauptaugenmerk im letzten Abschnitt der Städtebauförderung in Dömitz liegt in der Gebäudesanierung insbesondere privater Gebäude. Mit Stand 2013 ist bei ca. 40 % aller Objekte im Ortskern noch Sanierungsbedarf vorhanden

Entwicklungsziele:

  • Erhalt und die Wiederbelebung der historischen Altstadt
  • Gebäudesanierung
  • Aufwertung, Neugestaltung und Neuorganisation des öffentlichen Raumes und des Verkehrsraumes unter Erhaltung städtebaulicher Strukturen
  • Steigerung des Erlebniswertes des Stadtbildes
  • Neuordnung der Quartiersinnenbereiche, funktionelle und gestalterische Einbindung des Freiflächensystems und der angrenzenden Landschaftsräume

Leistungen:

  • Beratung bei der städtebaulichen Rahmenplanung, bei der Formulierung der Sanierungsziele und der Prioritätensetzung, Monitoring
  • Modernisierung und Instandsetzung privater Objekte, kommunaler Objekte sowie von Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen; u.a. Beratungsleistungen, Antragsstellungen, wirtschaftliche Betreuung, Finanzierung, Betreuung der baulichen Umsetzung und förderrechtliche Abrechnung gegenüber dem LFI
  • Finanzierung und Betreuung von Straßenbaumaßnahmen; Gestaltung von Freiflächen und Plätzen und deren Abrechnung gegenüber dem LFI
  • Verwaltung und Mitwirkung bei der Privatisierung kommunaler Immobilienbestände, Grunderwerb im Rahmen von Ordnungsmaßnahmen
  • Erstellung der jährlichen Programmanträge, Erarbeitung und Fortschreibung der Kosten- und Finanzierungsübersicht, Dritt- bzw. Komplementärmitteleinwerbung, Erstellung von Zwischen- und Endabrechnung der städtebaulichen Gesamtmaßnahme, Kontaktpflege zu Ministerien und Behörden
  • Öffentlichkeitsarbeit

Die Sanierung wird im „umfassenden Sanierungsverfahren“ nach Vorschriften des §§ 152-156 BauGB durchgeführt. Die Vorschriften nach §§ 144-145 BauGB finden Anwendung.

Auftraggeber:
Stadt Dömitz
Art des Auftrags:
Sanierungsträgerschaft in der Städtebauförderung
Standort:
Dömitz, Mecklenburg-Vorpommern
Bevölkerung:
3.038 mit Ortsteilen (2013)
Projektvolumen:
8,6 Mio. € (Stand 07-14)
Ansprechpartner:
Oliver Buchholz